PPWR verstehen
Die neue EU-Verpackungsverordnung einfach erklärt
Die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) ist die neue europäische Verpackungsverordnung und ersetzt schrittweise die bisherige Verpackungsrichtlinie. Ziel der Verordnung ist es, Verpackungsabfälle zu reduzieren, die Kreislaufwirtschaft zu stärken und Verpackungen in Europa nachhaltiger zu gestalten.
Für Hersteller, Importeure, Händler, Online-Shops und Markeninhaber bringt die PPWR zahlreiche neue Anforderungen mit sich. Unternehmen müssen künftig nachweisen können, dass ihre Verpackungen recyclingfähig sind, unnötige Verpackungen vermieden werden und die gesetzlichen Vorgaben entlang der gesamten Lieferkette eingehalten werden.
Die Verordnung betrifft nahezu alle Verpackungsarten – von Versandkartons und Faltschachteln über flexible Verpackungen bis hin zu Etiketten und Lebensmittelverpackungen.
Warum wurde die PPWR eingeführt?
Jährlich fallen in der Europäischen Union Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an. Gleichzeitig bestehen erhebliche Unterschiede bei Recyclingquoten, Verpackungsdesigns und nationalen Regelungen.
Mit der PPWR verfolgt die Europäische Union das Ziel:
- Verpackungsabfälle zu reduzieren
- Recyclingfähigkeit zu verbessern
- Rezyklateinsatz zu fördern
- Mehrweglösungen auszubauen
- Einheitliche Regeln innerhalb der EU zu schaffen
- Die Kreislaufwirtschaft zu stärken
Die Verordnung ist Bestandteil des europäischen Green Deals und des Circular Economy Action Plans.
Wer ist von der PPWR betroffen?
Die PPWR betrifft nahezu jedes Unternehmen, das Verpackungen innerhalb der Europäischen Union in Verkehr bringt.
Dazu gehören insbesondere:
- Hersteller von Verpackungen
- Produzenten verpackter Waren
- Importeure
- Online-Händler
- Markeninhaber
- Fulfillment-Dienstleister
- Verpackungslieferanten
- Handelsunternehmen
Unabhängig von der Unternehmensgröße sollten betroffene Unternehmen ihre Verpackungen frühzeitig überprüfen und bestehende Prozesse anpassen.
Welche Anforderungen kommen auf Unternehmen zu?
Die PPWR enthält zahlreiche neue Verpflichtungen.
Recyclingfähigkeit
Verpackungen müssen zukünftig bestimmte Anforderungen an die Recyclingfähigkeit erfüllen. Ziel ist es, Materialien möglichst hochwertig in den Kreislauf zurückzuführen.
Verpackungsminimierung
Verpackungen dürfen nur das notwendige Maß an Material enthalten. Überdimensionierte Verpackungen sollen vermieden werden.
Rezyklateinsatz
Für bestimmte Kunststoffverpackungen werden verbindliche Mindestanteile an Recyclingmaterial eingeführt.
Kennzeichnung
Verpackungen müssen künftig einheitlicher gekennzeichnet werden, um Verbrauchern die richtige Entsorgung zu erleichtern.
Technische Dokumentation
Unternehmen müssen die Einhaltung der Anforderungen nachvollziehbar dokumentieren und entsprechende Nachweise vorhalten.
Warum sollten Unternehmen jetzt handeln?
Auch wenn einzelne Anforderungen schrittweise eingeführt werden, sollten Unternehmen bereits heute ihre Verpackungen überprüfen. Die Anpassung von Verpackungsdesigns, Lieferketten und Dokumentationsprozessen benötigt Zeit.
Eine frühzeitige Analyse bietet zahlreiche Vorteile:
- Reduzierung von Compliance-Risiken
- Vermeidung späterer Umstellungskosten
- Verbesserte Recyclingfähigkeit
- Höhere Transparenz in der Lieferkette
- Wettbewerbsvorteile durch nachhaltige Verpackungen
Wie unterstützt CERREC?
CERREC begleitet Unternehmen bei der Umsetzung der PPWR-Anforderungen – von der ersten Bestandsaufnahme bis zur vollständigen Dokumentation.
Unsere Leistungen umfassen:
- PPWR-Beratung
- PPWR Quick Check
- Recyclingfähigkeitsbewertungen
- Lieferantenmanagement
- Technische Dokumentation
- Konformitätserklärungen
- Schulungen und Workshops
Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für rechtskonforme, nachhaltige und zukunftssichere Verpackungslösungen.